Meiner Meinung nach sollte man das Feuer nun aus der #unibrennt nehmen und nicht weiter zündeln. Allen ist das Problem nun bewusst und einige kluge Köpfe arbeiten schon an Lösungen. Es ist schon genug verbraucht worden, um Kreative Lösungen zu finden. Jetzt muss in Ruhe reflektiert werden. Meiner Meinung nach sind in dieser Bewegung zuviele Egos die glauben am gleichen Strang zu ziehen und in Wahrheit alles zerstören. Das Ziel die Gesellschaft als Ganzes zu ändern wird scheitern, weil die #unibrennt-Politik keinen definierten Regeln unterliegt und nicht zu einem Ergebnis führen kann.
Also STOP und die Form des Protest ins nächste Level heben. Raus aus den Unis und rein in einen gerechten demokratischen Diskurs, denn die Studenten schaden sich absofort nur selbst. Revolution2.0 funktioniert nicht, wenn sich alles nur WischiWaschi ist.
November 6, 2009 um 3:12 vormittags
Falsch! Jetzt ist eine breite Solidarisierung mit Gewerkschaften, Arbeitern etc. nötig. Denn es geht schon längst nicht mehr nur um Bildung sondern um die Systemfrage.
Denn dieses System setzt uns jeden Tag unter imensen Druck.
Das können wir auch!! Wir haben viel zu lange zugehört und klein beigegeben. Damit ist Schluss!
Wir hören nicht auf, jetzt wird es unbequem!!
November 6, 2009 um 3:19 vormittags
Und wie soll das neue System aussehen? Das System der #unibrennt? Welches junge Leute, die durch Veteranen, verheitzt? Das ist nicht fair, weil Menschen manipuliert werden Meinungen zu vertreten, die sie nicht verstehen. Machtstrukturen durch neue zu ersetzen ist sicher nicht die Lösung…
November 6, 2009 um 3:20 vormittags
In Österreich haben die Proteste für großes Medienecho gesorgt. Trotzdem bleibt die Reaktion vieler einflussreicher Politiker, die Proteste zu ignorieren bzw. herunterzuspielen. Sollte jetzt da nachgelassen werden, könnte es wirken, als würde die Bewegung untergehen.
Weiters schwappt der Protest gerade erst in andere Länder über. Dies ist von essentieller Bedeutung, da einige Forderungen national kaum bewältigbar sind, sondern wobei es internationalen Maßnahmen bedarf.
An den Autor: Bitte trage deine Meinung in das Plenum! Da findest du Gehör, und dort kannst du mit Aufrufen wie diesem hier am meisten bewirken.
November 6, 2009 um 3:32 vormittags
Ich vertrete nicht die Komplettlösung gepachtet zu haben, die Lösungsfindung ist ein Prozess in den viele Meinungen einfliessen sollen und eine Lösung erarbeitet wird. Dafür muss man seitens der Politik aber erst mal mit kritischen Themen offen umgehen. Das passiert bei uns seit Jahrzehnten nur sehr beschränkt. Deswegen finde ich es wichtig das sich endlich Protest auf breiter Front bildet. Denn in zeiten des Marktradikalismus wo uns was von “Sozialer Kuschelmarktwirtschaft” erzählt wird, in wirklichkeit globale Konzerne eiskalt am Drücker sitzen. Es brennt inzwischen auf zu vielen Ebenen. Bildung, Arbeit, Sozialsystem, Staatsschulden, Manager-Exzesse, Wirtschaftskrise, Prekäre Beschäftigung, schleichende Demokratisierung…etc. könnte ewig weiter machen.
Deswegen ist es mir lieber wenn sich der Protest zielgerichtet und organisiert stattfindet. Denn wen dies nicht passiert knallt es in einigen Jahren richtig heftig! Und dann wird nicht mehr geredet, dann sind die Leute nämlich zu verzweifelt und Zornig um noch irgendwas ausser Gewalt und Hass zu artikulieren. Muss es erst so weit kommen??! Ich glaube nicht. Dieser Organisierte Protest ist im Endeffekt ein gesellschaftliches Überdruckventil.
November 6, 2009 um 3:34 vormittags
lol..meinte natürlich schleichende ENTdemokratisierung..haha
November 6, 2009 um 3:38 vormittags
Zudem finde ich es IMMER gut wenn junge Menschen sich nicht die Fernsehgrütze reinziehen, sondern ihre Umwelt aktiv gestalten. Denn dabei lernen sie viel mehr als vor der Glotze oder im Unterricht, und wenn es nur die Erfahrung ist sich nicht gegen seinen willen vereinnahmen zu lassen.
Zudem musst du auch berücksichtigen das gerade viele Schüler im rahmen des Bildungstreiks erstmals wieder ein Gefühl dafür bekommen haben nicht allein zu sein und wohl etwas verändern zu können. Das ist ein wichtiger Prozess denn vielen war nicht klar wie viel sie mit Streiks besetzungen und demos erreichen können.
November 6, 2009 um 8:31 vormittags
Ich glaube einer der zentralen Punkte von Jürgens Kommentar ist die Kritik an den “demokratischen Egos”, ein Paradebeispiel des Real-Life-Oxymorons. Verfolgt man die Plenen, verfolgt man die Diskussionen auf den Gängen, verfolgt man die Medien (denn auch diese haben durchaus konstitutives Potential, so sehr wir dieses auch zu verneinen versuchen), so werden einem ein paar Dinge auffallen:
1.) Die Argumentationen sind *stets* Echos aus den letzten Revolutionen, wenn nicht gar Marx- bzw.- Nietzscheansische Paraphrasen.
2.) Argumente, die von diesen beiden Linien abweichen, werden aus dem Diskurs gedrängt. Dies geschieht vorwiegend durch Repitition der Argumente aus 1.) und persönliche Angriffe und stets von den wenigen *selben* Personen.
3.) Analysiert man die Aussagen und Verhaltensweisen dieser Personen(gruppen), kann man nicht vorbei an dem Eindruck, dass sie nichts anderes WOLLEN, als Opfer zu sein. Sie dienen mit ihrer untätigen Aggression also der “Reproduktion der Machtverhältnisse”.
4.) Diese Reproduktion geschieht auch durch die (unbewusste, oder – wie ich hoffen will – zumindest nur halbbewusste) Imitation bereits bestehender Machtstrukturen.
In keiner dieser 4 Punkte kann man ein sonderliches Maß an Kreativität bemerken. Ich stimme Tim durchaus überein, dass #UNIbrennt zu klein angesetzt ist, es eigentlich #GESELLSCHAFTbrennt (allerdings mit verändertem Impetus) heißen sollte. Allerdings muss man sich auch bewusst werden, was das eigentliche Ziel und der eigentliche Grund für den Erfolg der #unibrennt Bewegung ist: Der gemeinsame Faktor der Uni/Bildung. An den Demonstrationen nehmen wesentlich mehr Menschen teil, als dies im gesamten Rest der Bewegung geschieht. Warum? Weil Gesellschaftspolitik für die meisten eine untergeordnete Priorität spielt – sie sich für die Studienbedingungen interessieren. Insofern kann #unibrennt gar nicht *zu* klein angesetzt werden.
November 6, 2009 um 6:54 nachmittags
@Tim
solidarisierung mit arbeiter/innen? glaubst du das ernsthaft? dir ist schon bewusst, dass arbeiter/innen meist aus bildungsfernen schichten kommen und unsere probleme als “luxusprobleme” sehen? *lol*
@Jürgen
was jetzt? jetzt hast du einige tage lang gesagt, wie viel du nicht überall mitarbeitest, wolltest dich zu atv ampunkt einladen und jetzt bist du plötzlich wieder draußen? was ist der wirkliche grund? ist deine mitarbeit nicht so angenommen worden, wie du dir das erwartet hast?
November 7, 2009 um 11:04 nachmittags
Einige Leute in dieser Bewegung haben mich enttäuscht… Mehr erzähl ich euch in einem persönliche Gespräch, wenn ihr wollt. Für die Studenten und die Bewegung tut es mir leid, aber ich kann nicht gegen meine werte arbeiten!!! Einige Studenten aus verschiedensten AGs haben meine Nummer und ich steh für Fragen noch immer zur Verfügung, aber ich bringe mich nicht mehr aktiv ein…
November 12, 2009 um 9:32 vormittags
Ich unterstütze die Proteste auch nicht mehr in dieser Form. Einige wenige Gruppen schaffen sich hier ein Podium um ihre Parolen loszuwerden und ihren Gesellschaftsfrust anzubringen. Dies hat aber leider sehr oft nichts mehr mit Bildungspolitik zu tun sondern fast nurmehr mit Gesellschaftpolitik (Antikapitalisten, Feministen, …). Ist ja prinzipiell nichts schlechtes, aber verfehlt das eigentliche Ziel nämlich Bildungspolitik zu betreiben. Schade eigentlich …
Dezember 21, 2009 um 11:29 vormittags
[...] Wiener Audimax wurde geräumt Uni Wien: Audi Max endlich geräumt #unibrennt #unigeloescht !!! STOP #unibrennt !!! #unsereuni [...]