Arbeits(un)gerechtigkeit

Gestern hat der ORF über die Kündigungen einer Mitarbeiterin in der Therme Bad Waltersdorf berichtet, weil diese einen Betriebsrat gründen wollte. (Artikel auf orf.at)

Ich habe selber Erfahrungen zu diesem Thema gemacht. Als ich bei einem Feinkostsupermarkt(Firmenname laß ich mal weg) gearbeitet habe, existierte zwar ein Betriebsrat, aber die Mitglieder dieses Organs waren mehr oder weniger nichts anderes als Handlanger der Geschäftsführung.

Ich habe einige Missstände aufgezeigt, aber der Betriebsrat hat nichts unternommen. Daraufhin habe ich mich direkt an die Geschäftsführung gewandt. Zuerst hat mir keiner wirklich zugehört, danach wurde ich milde belächelt, als nächstes wurde mir mit der Kündigung gedroht und zu guterletzt musste ich das Unternehmen verlassen.

Sowas passiert, wenn man als nicht Betriebsrat versucht die Arbeitsverhältnisse zu verbessern. Derzeit hat dieser Supermarkt keinen Betriebsrat. Und einem Ex-Kollegen und gutem Bekannten, der sich selbst für die neue Wahl aufstellen lassen wollte, wurde mit der Kündigung gedroht. Da er Familie hat und von seinem Job abhängig ist, hat er seine Kandidatur zurück gezogen. Traurig eigentlich!

Ich bin auch der Meinung, dass ein Betriebsrat nicht schlecht für das Unternehmen ist und die Gewinne oder der Umsatz würden auch nicht darunter leiden. Hier geht es um Macht. Manche Unternehmer oder Führungskräfte lassen sich nicht gerne in die Karten schauen, geschweige denn wollen sie sich kritisieren lassen. Ich bin aber überzeugt davon, dass der gleichberechtigte Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Verbesserung für beide bringen würde.

Bei der Gelegenheit würde ich euch gerne http://www.kununu.com ans Herz legen. Auf dieser Plattform kann man seinen Arbeitgeber bewerten. Das oben erwähnte Unternehmen wurde dort auch schon bewertet. Auch wenn bis jetzt nur drei Mitrabeiter, einer davon war ich, dies getan haben, spricht ein Gesamtwert von 1.89, bei einer Skala von 1(mangelhaft) bis 5(super), für sich.

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