YOU can make it better

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Gerade eben habe ich mir eine Keynode von Tim Bray(Sun Microsystems) zum Thema:

The Fear Factor. What to be Frightened of in Building A Web Application.

Eine großartige Präsentation über die Zukunft und die Möglichkeiten in diesen harten Zeiten(Bankenkrise) für Web-Startups und Webdeveloper.

Warum harte Zeiten?

Ganz einfach es wird in der nächsten Zeit schwieriger für Startups an Finanzierungen zu kommen. Und jeder Angestellte muss um seinen Job bangen, da es sein kann, dass sein Arbeitgeber Resourcen sparen muss.

Macht ihr einen guten Job?

Ich bin mir sicher, dass jeder von euch gute Arbeit leistet! Aber kann es sein, dass ihr noch ein paar Reserven habt. 9 to 5 ist eine Möglichkeit, aber was macht ihr nachher. Frei nach Gary Vaynerchuk in seiner Präsentation zum Thema Building Personal Brand Within the Social Media Landscape: “Scheißt doch auf Lost”. Soll heißen weniger fernsehen und dafür mehr für den eigenen persönlichen Erfolg tun.

Haben Projekte mit langen Vorlaufzeiten und großen Bugdets in Zukunft Erfolg?

Tim sagt: “Nein”. Waterfall is dead.
Der zukünftige Ansatz muss in kleinen Schritten passieren(also sowas wie Beta). Und am Besten sollten neue Projekte ein Bussiness Model haben, in welchem man von Anfang an Geld verdient um die Kosten zu decken und an Weiterentwicklungen arbeiten zu können. Hier ist es wichtig die richtigen Dinge zu tun. Aber auf das komme ich später.

Haben Softwarelizenzen ala Microsoft oder Oracle Zukunft?Image representing Microsoft as depicted in CrunchBaseImage via CrunchBase

Tim sagt: “Nein”. Open Source gehört die Zukunft!
Den Kunden wird es wichtig sein nicht zuviel in die Kosten für Lizenzen zu stecken (Da wären wir wieder beim Resourcen sparen). Solltet ihr Open Source Software machen bedenkt, dass es auch einfach zu implementieren und warten ist (Modular, APIs, skalierbar).

Macht ihr mit?

Tim sagt:“Get in the cloud”. Soll heißen macht mit im web2.0.
Dies geht mehr an große Firmen mit vielen Kunden. Warum sollte eine Bank zum Beispiel keine web2.0 Features in ihre Website einbauen. Es gibt schon einige Facebooklike Open Source Projekte (zb. elgg).

“Aber die Leute könnten ja dann schlecht über uns reden/schreiben!”. Ja das stimmt. Aber das tun sie auch ohne solch einer Lösung. An alle CEOs, CFOs, C…: Wäre es nicht besser Teil dieses Dialogs zu sein und rasch auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Ein Kunden der sich beschwert ist ein guter Kunden. Ein Schlechte wechselt den Dienstleister.

Welche Chancen/Möglichkeiten gibt es?

Tim sagt:“regulatory technology”. Soweit ich das verstanden hab, meint er damit Applikationen, welche dazu da sind um Missstände, Ungerechtigkeiten oder Fehlverhalten aufdecken und festhalten. Also sowas wie youXcity? Wichtig hierbei ist die Transparenz. Für mich ein schlechtes Beispiel: rottenneighbor!

Tim sagt:“Konzentriert euch auf die Grundbedürfnisse!”. Also weg mit Funapps ala Partnertracker oder Online Games. Macht was sinnvolles, wie zum Beispiel mjam. Hier gehts darum billige und gute Essenszustelldienste zu finden.

Tim sagt:”Telecoms”. Die Leute werden ihre Autos und HD-Fernseher verkaufen, aber ihr Handy wird bleiben. Also ran an iPhone oder Android Apps.

Tim sagt:“serivce the legacy”.  Das soll bedeuten, dass wir uns an alte Schinken wie Cobol oder Assembler ran machen sollen und hierfür nette Webinterfaces basteln sollen. Besonders lustig denn ich habe beides in der Schule gelernt und mich immer gefragt wozu ich das jemals brauchen kann.

Tim sagt:“Build something for yourself!”. Befriedige deine eigenen Bedürfnisse und du wirst es gut machen. Größe Künstler oder Musiker machen das auch. Vielleicht gibt es Leute die die gleichen Bedürfnisse haben, dann hast du gewonnen.

Tim sagt:“Fear venture capital”. Ganz einfach… Die haben andere Interessen als du. Und wenn du ein gutes modernes Bussinessmodel hast, wie oben beschrieben, brauchst du sowieso nicht viel Kapital.

Was kannst du jetzt besser machen?

Tim sagt:“No technology religion”. Als Beispiel “Ruby sucks” Auch wenn andere sagen irgendwas ist scheiße, mach dir deine eigene Meinung.

Tim sagt:“Be flexible”. Solltest du entweder Webdesigner oder Webdeveloper sein, dann werde beides. Erweitere deine Fähigkeiten. Bist du gut in Java, dann lerne PHP oder ähnliches. Es ist easy und macht Spaß. Ich weiß das.

Logo Open Source InitiativeImage via WikipediaTim sagt:“contribute to Open Source”. Das ist die Zukunft. Mach dich bekannt – ernte Vertrauen und Ansehen.

Und Last but not least: “publish and network”. Hast du noch keinen Blog dann setzt dir heute noch einen auf. Facebook, Twitter, usw. Mach mit! Und auch bei Konferenzen oder ähnlichen Anlässen – sprich mit Leuten und bau ein Netzwerk auf.

Machst du mit?

UPDATE:

Ein Buchtip von Hannes Offenbacher welcher in diese Richtung gehen könnte: Kopf schlägt Kapital

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