Mein Kommentar zu: Politik jetzt als iPhone-Applikation [http://www.zukunftsweb.at]

Ich beobachte die Prostest seit dem ersten Tag, sowohl vor Ort als auch per Twitter, Facebook, unibrennt.tv, ustream, usw. link zur Liste der social media Präsens:
http://unsereuni.at/?page_id=1691

Am ersten Tag war den Studenten nicht klar, dass diese Besetzung so massiv an Öffentlichkeit gewinnen wird. Das liegt auch daran, dass sich die Wiener Bloggerszene stark darum bemüht hat den Studenten zu helfen. Ich glaube ich brauche keine Namen nennen, da die Szene sehr überschaubar ist und in Wahrheit fast alle mitgemacht haben. Der “optimale” Einsatz von Social Media ist sicher der Schlüssel zum Erfolg und macht den Unterschied zu den “gescheiterten” Bewegungen zb. “der 68er

Zum Artikel:
http://www.zukunftsweb.at/politik-jetzt-als-iphone-applikation

Die ich rief, die Geister: Falle Facebook & Co.

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Vom neuen Marketingtool überrumpelt? Marken aller Konsumgüterbranchen werden im Web2.0 besprochen, gehypt oder vernichtet. Handel und Industrie beginnen die digitalen Plattformen langsam für ihre Zwecke zu nutzen.

Der Leitartikel der aktuellste business weekend medianet Ausgabe motiviert mich ungemein! Seit letzter Woche arbeite ich an einen Konzept für eine Schulung/Kurs mit dem Titel “Web2.0 für Einsteiger – Wie benutzt man Facebook, Twitter & Co”.

Wie in diesem Artikel angedeutet werden die Unternehmen der Zukunft Mitarbeiter suchen, die mit Web2.0 Tools umgehen können und auch wissen, welches Tools wofür geeignet sind. Dies wird sicher noch ein paar Jahre dauern, also keine Angst ihr Job ist sicher. Jüngere Mitarbeiter(Jahrgang um 1980) werden in Zukunft jedoch einen immensen Vorteil haben, da sie mit diesen Tools aufgewachsen sind und sie spielerisch gelernt haben zu benutzen. In meinem Kurs werde ich anhand von Praxisbeispielen und konkretten Aufgabestellungen das Verständnis für Web2.0 erhöhen und damit den Teilnehmern die Angst nehmen diese Tools für ihre Zwecke, egal ob privat und beruflich, zu nutzen. Falls Sie dies jetzt gelesen haben und ich ihr Interesse geweckt habe, schicken sie mir bitte eine E-Mail an web20kurs@koprax.at – Sie sind auch herzlich eingeladen mir Fragen zu stellen. Der erste Kurs wird vorraussichtlich Mitte Jänner 2010 stattfinden – der Ort wird abhängig von der Zahl der Teilnehmer sein.

How to make money with social media?

UPDATE:

Ich will ein Missverständnis aus dem Weg räumen! Ich schätze die Arbeit von Knallgrau und ich habe mit niemandem dort ein persönliches Problem! Knallgrau und ich verfolgen einfach unterschiedliche Strategien um die Stärken von Social Media zu nutzen.

Am gestrigen digiday09 ist mir folgender Aufsteller von Knallgrau besonders aufgefallen:

Knallgrau

Knallgrau

Meiner Meinung nach bedarf es für eine autente Kommunikation in Social Media ein starkes web2.0 Bewusstsein in der Organisation. Es hängt sehr stark von der Unternehmenskulter ab und die 3 wichtigsten Punkte für mich sind:

  • Vertrauen untereinander
  • Fehlertoleranz
  • Fähigkeit die Tools zu nutzen

Somit beginnt eine Social Media Kampagne nicht in der Marketing Abteilung und in der Kommunikation nach aussen, sondern in der Kommunaktion nach innen. Am Besten Top-down oder zumindest aus der Personalabteilung heraus.

Warum Vertrauen?

web2.0 heißt für mich Wissen teilen! Als Teilender ist es wichtig, dass man darauf vertrauen können muss, dass der Empfänger das Wissen für einen “guten” Zweck einsetzt. Und als Empfänger muss man darauf vertrauen können, dass das Wissen nützlich ist.

Warum Fehlertolerenz?

Erstens weil man aus Fehlern lernen kann. Und wenn über Fehler gesprochen wird, hilft es Anderen den gleichen Fehler nicht nochmal zu machen. Natürlich sollten man dann auch über die Lösungswege reden ;-) Und zweitens hilft es die interne Kommunkation zu beschleunigen, da man nicht mehr so sehr darauf zu achten hat, dass alles 100% perfekt ist(Grammatik-, Rechtschreib- und Übersetzungsfehler).

Warum Fähigkeit die Tools zu nutzen?

Eh klar, oder ;-)

Wenn nicht mindestens diese 3 Punkte erfüllt sind, wird eine Social Media Kampagne nicht mehr sein als eine klassische Marketing Kampagne über die neuen Kanäle.

How to make money using social media?
(Update)Sorry, aber ich denke mit social media kann man kein Geld verdienen!
(Update)
Dell Makes $3 Million From Twitter-Related Sales

(Update)Für mich weckt die Frage falsche Erwartungen…

Open House Camp

Grüne Vorwahlen meets Wiener Grüne

Gestern war ich (etwas länger als geplant) bei den Wiener Grünen zu Besuch und habe viele Eindrücke mitgenommen.

In der Session von Helge und Max haben die beiden die Möglichkeiten und Chancen des web2.0 erläutert. Ich finde es war sehr verständlich und gut aufbereitet. Leider gab es im Anschluss keine Zeit mehr für eine Diskussion. Ich finde dies wäre sehr notwendig gewesen, da ich dann in der nächsten Session folgendes Kommentar hörte:

Da hab ich mir vorher anhören müssen wie toll die sind!

Dies wurde mit einem sehr eigenartigen Unterton ausgesprochen. Ich finde es sehr schade, dass man sich so sehr gegen Neues verschließt.

In der zweiten Session in der ich war ging es um das Thema “Mitmachen bei den Grünen”. Abgesehen von dem oben schon angesprochen Kommentar änderte sich das Thema zwischenzeitlich und wir diskutierten wiedermal über die Grünen Vorwahlen und wie einzelne Grüne sich durch die Initiative angegriffen fühlen. Zum Glück wurde moderierend eingegriffen und wir kamen wieder zurück zum Thema und jeder konnte sich kurz vorstellen. Dann war die Session wieder vorbei.

Mir ist aber auch klar geworden, dass noch viel Energie investiert werden muss, damit sich die Grünen nicht mehr bedroht fühlen. Meiner Meinung nach sollte dies aber intern bei den Grünen passieren, da es ja schon Grüne gibt die ihre Einstellung zu den Vorwahlen geändert haben.

In der letzten Session die ich dann besuchte ging es um das Organigramm und die Abläufe bei den Wiener Grünen. Etwas oberflächlich, aber genug damit ich jetzt verstehe wie komplex die Partei funktioniert.

Was ich bis da hin nicht wusste: Um für die Liste der Wiener Grünen zu kandidieren muss man kein Mitglied der Grünen sein!

Damit wurde für mich die Angst nachvollziehbar, dass Leute in die Liste kommen die den Grünen schaden könnten.

Beim anschließenden “zusammensitzen” habe ich gute Gespräche geführt. Ich habe offensichtlich mit meiner direkten Art und meinen Überzeugen ein paar Gesprächspartner vor den Kopf gestossen. Jedoch hoffe ich mit meinen Ansichtsweisen einige inspiriert zu haben.

Dann gings noch ins Europa und um 4 war Schluss!

Politcamp Graz 09

Dieses Wochenende war ich beim Politcamp 09 in Graz. Das erklärt auch warum ich in einer Grazer WG übernachtet habe.

Ich bin genauso zufrieden wie letztes Jahr. Viele spannende Präsentationen gefolgt von genauso spannenden Diskussionen. Am Besten haben mir die Sessions zu den Themen: Grüne Vorwahlen und Laizismus gefallen!

Grüne Vorwahlen (Session Video):

Ich bin Vorwähler und deswegen hat es mich besonders interessiert! Anfangs hatte ich wenig Verständnis für die Situation der Grünen (wie auch ein älterer Blogbeitrag zeigt). Nachdem die Vorstellung des Projekts durch Max Kossatz vorbei war und endlich die Diskussion anfing, war ich dann noch aufgeladener. Grund dafür: Ich kannte nur die eine Seite!

Auch in der Diskussion argumentierte ich stark dafür, dass der Aufnahmeprozess beschleunigt werden sollte. Im Laufe des Barcamps und mit jedem kritischen Gespräch darüber wuchs mein Verständnis für die Grünen. Ich persönlich werde ihnen nun mehr Zeit geben und ich würde mich sehr freuen Unterstützer zu werden. Aber ich bin ihnen keineswegs böse wenn sie meine “Hilfe” nicht wollen. Ich teile die Meinung die Hans Christian Voigt in seinem Blog kellerabteil2.0 kundgetan hat.

Ich bin dafür, dass hier endlich ein Dialog entsteht ohne, dass die eine Seite der Anderen etwas aufzwingen will. (Ich habe selber erst gebraucht, um zu erkennen wie gefährlich so etwas eigentlich ist) Ich habe mir auch schon überlegt einfach Mitglied der Grünen zu werden, doch dies ist eine andere Geschichte!

Laizismus (Session Video)

Ich habe sie unterschrieben! Im Zuge der Diskussion habe ich mir aber kurzzeitig überlegt meine Unterschrift wieder zurück zu nehmen. Trennung von Kirche und Staat halte ich für sehr wichtig! ABER auch in der Politik sollte man sich an gewisse Regeln halten und nicht Amok laufen. Ich bin auch der Meinung, dass jede Religionsgemeinschaft, jede Kirche, jeder Priester und jeder Gläubige eine potenzielle Gefahr für das gesellschaftliche Zusammenleben ist. Aber auch glaube ich, dass alles Andere auch Potenzial bittet, auch manche gut gemeinte Initiative ;-)

Ich habe den Eindruck, dass Nico Alm hier etwas zu forsch an die Sache herangeht und damit etwas mit kommuniziert, was er eigentlich nicht mit kommunizieren will. Ich wünsche ihm viel Erfolg und ich hoffe er trägt mit dieser Initiative dazu bei, dass sich manche Machtverhältnisse verschieben.

Und jetzt noch ein paar Fotos:

Christoph Chorherr: Blogs sind super…

Max Kossatz entdeckt das Internet

Eighth rule

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Facebook ist nicht Radio

In diesem Artikel steht nichts neues für Web2.0 Profis, aber der letzte Absatz ärgert mich etwas:

Auch Medien-Unternehmer Alexander von Bismarck stellt die Facebook-Euphorie der Amerikaner in Frage: „Macht ihnen diese Mobilisierung nicht Angst?“ So hätten die Nazis in den 30er-Jahren gezielt neue Medien wie das Radio genutzt, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Auch andere Zuschauer stellten das Friedenspotenzial der neuen Medien in Frage: „Viele Zeitungen mussten bei uns ihre Kommentarsektionen schließen, weil zu viele Hassbotschaften gepostet wurden“, sagt ein Kongressbesucher aus Frankreich.

Quelle: Auf dem Weg zur Facebook-Partei

Web2.0 mit Radio zu vergleichen ist schon sehr platt! Nur weil man etwas nicht versteht, muss man es nicht gleich mit Hitler vergleichen.

Man kann viele Werkzeuge für gute und böse Zwecke verwenden.

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YOU can make it better

Image via Wikipedia

Gerade eben habe ich mir eine Keynode von Tim Bray(Sun Microsystems) zum Thema:

The Fear Factor. What to be Frightened of in Building A Web Application.

Eine großartige Präsentation über die Zukunft und die Möglichkeiten in diesen harten Zeiten(Bankenkrise) für Web-Startups und Webdeveloper.

Warum harte Zeiten?

Ganz einfach es wird in der nächsten Zeit schwieriger für Startups an Finanzierungen zu kommen. Und jeder Angestellte muss um seinen Job bangen, da es sein kann, dass sein Arbeitgeber Resourcen sparen muss.

Macht ihr einen guten Job?

Ich bin mir sicher, dass jeder von euch gute Arbeit leistet! Aber kann es sein, dass ihr noch ein paar Reserven habt. 9 to 5 ist eine Möglichkeit, aber was macht ihr nachher. Frei nach Gary Vaynerchuk in seiner Präsentation zum Thema Building Personal Brand Within the Social Media Landscape: “Scheißt doch auf Lost”. Soll heißen weniger fernsehen und dafür mehr für den eigenen persönlichen Erfolg tun.

Haben Projekte mit langen Vorlaufzeiten und großen Bugdets in Zukunft Erfolg?

Tim sagt: “Nein”. Waterfall is dead.
Der zukünftige Ansatz muss in kleinen Schritten passieren(also sowas wie Beta). Und am Besten sollten neue Projekte ein Bussiness Model haben, in welchem man von Anfang an Geld verdient um die Kosten zu decken und an Weiterentwicklungen arbeiten zu können. Hier ist es wichtig die richtigen Dinge zu tun. Aber auf das komme ich später.

Haben Softwarelizenzen ala Microsoft oder Oracle Zukunft?Image representing Microsoft as depicted in CrunchBaseImage via CrunchBase

Tim sagt: “Nein”. Open Source gehört die Zukunft!
Den Kunden wird es wichtig sein nicht zuviel in die Kosten für Lizenzen zu stecken (Da wären wir wieder beim Resourcen sparen). Solltet ihr Open Source Software machen bedenkt, dass es auch einfach zu implementieren und warten ist (Modular, APIs, skalierbar).

Macht ihr mit?

Tim sagt:“Get in the cloud”. Soll heißen macht mit im web2.0.
Dies geht mehr an große Firmen mit vielen Kunden. Warum sollte eine Bank zum Beispiel keine web2.0 Features in ihre Website einbauen. Es gibt schon einige Facebooklike Open Source Projekte (zb. elgg).

“Aber die Leute könnten ja dann schlecht über uns reden/schreiben!”. Ja das stimmt. Aber das tun sie auch ohne solch einer Lösung. An alle CEOs, CFOs, C…: Wäre es nicht besser Teil dieses Dialogs zu sein und rasch auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Ein Kunden der sich beschwert ist ein guter Kunden. Ein Schlechte wechselt den Dienstleister.

Welche Chancen/Möglichkeiten gibt es?

Tim sagt:“regulatory technology”. Soweit ich das verstanden hab, meint er damit Applikationen, welche dazu da sind um Missstände, Ungerechtigkeiten oder Fehlverhalten aufdecken und festhalten. Also sowas wie youXcity? Wichtig hierbei ist die Transparenz. Für mich ein schlechtes Beispiel: rottenneighbor!

Tim sagt:“Konzentriert euch auf die Grundbedürfnisse!”. Also weg mit Funapps ala Partnertracker oder Online Games. Macht was sinnvolles, wie zum Beispiel mjam. Hier gehts darum billige und gute Essenszustelldienste zu finden.

Tim sagt:”Telecoms”. Die Leute werden ihre Autos und HD-Fernseher verkaufen, aber ihr Handy wird bleiben. Also ran an iPhone oder Android Apps.

Tim sagt:“serivce the legacy”.  Das soll bedeuten, dass wir uns an alte Schinken wie Cobol oder Assembler ran machen sollen und hierfür nette Webinterfaces basteln sollen. Besonders lustig denn ich habe beides in der Schule gelernt und mich immer gefragt wozu ich das jemals brauchen kann.

Tim sagt:“Build something for yourself!”. Befriedige deine eigenen Bedürfnisse und du wirst es gut machen. Größe Künstler oder Musiker machen das auch. Vielleicht gibt es Leute die die gleichen Bedürfnisse haben, dann hast du gewonnen.

Tim sagt:“Fear venture capital”. Ganz einfach… Die haben andere Interessen als du. Und wenn du ein gutes modernes Bussinessmodel hast, wie oben beschrieben, brauchst du sowieso nicht viel Kapital.

Was kannst du jetzt besser machen?

Tim sagt:“No technology religion”. Als Beispiel “Ruby sucks” Auch wenn andere sagen irgendwas ist scheiße, mach dir deine eigene Meinung.

Tim sagt:“Be flexible”. Solltest du entweder Webdesigner oder Webdeveloper sein, dann werde beides. Erweitere deine Fähigkeiten. Bist du gut in Java, dann lerne PHP oder ähnliches. Es ist easy und macht Spaß. Ich weiß das.

Logo Open Source InitiativeImage via WikipediaTim sagt:“contribute to Open Source”. Das ist die Zukunft. Mach dich bekannt – ernte Vertrauen und Ansehen.

Und Last but not least: “publish and network”. Hast du noch keinen Blog dann setzt dir heute noch einen auf. Facebook, Twitter, usw. Mach mit! Und auch bei Konferenzen oder ähnlichen Anlässen – sprich mit Leuten und bau ein Netzwerk auf.

Machst du mit?

UPDATE:

Ein Buchtip von Hannes Offenbacher welcher in diese Richtung gehen könnte: Kopf schlägt Kapital

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Tip an online-nation.net

Die Motivation von www.online-nations.net:

Today we, the citizens of various states and nations, are limited in our freedom. Governments and administrations control almost every aspect of our lives.
States (and their governments) should be lean service organizations to make our lives better, but mostly they are expensive bureaucracies who serve only themselves, not the citizens.

Ich finde das solche Initiativen gut sind. Leider reicht aber die gute Idee nicht aus. Obwohl der Betreiber der Seite sich dafür entschuldigt, dass die Seite nicht so toll ist wird ihm das nicht helfen, denn die Seite vertreibt jeden User.

Ich habe eine E-Mail an online-nation geschrieben und ihm geraten auf mixxt umzusatteln. Somit hätte er Evolutionsstufe 4 im handumdrehen(siehe) erreicht.

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